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der Pfarreiengemeinschaft

"Der Gute Hirte im Markt Burkardroth"

KlaraEine sehr selbstbewusste Frau begegnet uns als Heilige des Monats August. Die Kirche feiert am 11. August die Hl. Klara, eine Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt und den Weg geht,
den sie für den richtigen in ihrem Leben erkannt hat. Ihr Lebensweg ist verknüpft mit dem Lebensweg des anderen großen Heiligen aus Assisi, mit dem Hl. Franziskus.
Sie verwirklichte und ergänzte als Frau und in ihrer Ordensgemeinschaft das, was bereits Franziskus mit seinen Brüdern als den > neuen Weg< Kirche zu sein lebte.
Für Klara und Franziskus war die radikale Ausrichtung auf Christus und sein Wort der Punkt, der sie beide „Kirche“ bauen lies.
Klara ist 12 Jahre nach Franziskus 1194 in Assisi geboren. Als Adelige erfuhr sie eine standesgemäße Erziehung und Bildung. Sie erlebte den Glanz ihres reichen Elternhauses,
aber auch die sozia­len Missstände und die Not der Armen, ebenso den Kampf der Bürger gegen den Adel um Rechte und Mitsprache in der Stadtre­gierung von Assisi.
Einmal musste sie mit ihren Eltern vor den aufbegehrenden Bürgern in Assisi fliehen. All diese äußeren Ein­drücke haben sicherlich ihre Lebensentscheidung vorgeprägt. 
Der weitere Weg Klaras ist aber nicht zu verstehen ohne die Gestalt des heiligen Franzis­kus. Er half Klara, ihren Weg vor Gott zu finden. Klara kannte Franziskus.
Überall in Assisi war seine Umkehr zu einem armen, radikalen Leben in der Christusnachfolge bekannt geworden. Der öffentliche Prozess seines Vaters,
in dem sich Fran­ziskus ganz von seinem Elternhaus und dem väterlichen Erbe lossagte, blieb unvergessen. Auch hörte man in Assisi seine Predigten, sah ihn betteln und den Armen und Aussätzigen helfen. Für Klara war Franziskus in seiner radikalen Umkehr zu Christus eine echte Anfrage und ein Ansporn, sich noch persönlicher zu hinterfragen, in welcher Berufung und Lebensform der Herr sie haben wollte.
Der entscheidende Schritt Klaras in ihre neue Lebensform ge­schah am Palmsonntag 1212. In Absprache mit Franziskus und Bischof Guido II. von Assisi entschloss sie sich zur Flucht aus ihrem Elternhaus. Noch am selben Abend nahm Franziskus sie stellvertretend für den Bischof in Portiunkula in den geistlichen Stand auf, schor ihr als Zeichen ihrer Hingabe an den Herrn die Haare kurz,
gab ihr das Bußgewand und geleitete sie in eine nahege­legene Benediktinerabtei. Der Bischof von Assisi gab der neuen Gemeinschaft das Kirchlein San Damiano.
Klara sieht ihre Gemeinschaft als eine Pflanzung des Heiligen und sie spricht von sich selbst als der kleinen Pflanze des hl. Franziskus. Franziskus gab dem Orden dieselben Grundlagen wie seinen Brüdern und stellte sie in denselben Dienst, den er vom Kreuz in San Damiano empfangen hatte: „Geh, und bau mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, in Trümmer fällt.“
Klara gründet zweifellos eine kontemplative Ge­meinschaft. Das Neue aber ist, dass diese Gemein­schaft eben nicht mehr abgeschlossen klösterlich lebt.
Nicht mehr in einer Klausur, die die gottgeweihten Frauen von der Welt abschneidet. Sie hat das Leitbild eines kontemplativen Lebens in Kommunikation mit der Welt.
Das bedeutet zum einen, dass sie an die kontemplative Berufung eines jeden Christen glaubt, an die Chance der Kontemplation mitten in der Welt. Zum anderen will Klara auch die Welt in den Raum des Gebetes miteinbeziehen. Sie und ihre Schwestern nehmen teil am Leben der Stadt. Sie nehmen teil an den Sorgen der Menschen, ja sie setzen sogar ihre Arbeitskraft für das Wohl der Menschen ein.
Klara ist die erste Frau überhaupt in der Kirchengeschichte, die eine Ordensregel schreibt und dafür die Approbation durch den Papst erhält. Innozenz IV. bestätigt 1253 die Regel,
die vom Privileg der Armut spricht und die das Herzensanliegen der hl. Klara aufnimmt: In allem das Evangelium zu befolgen.
Klara stirbt am 11. August 1253 auf dem nackten Boden von San Damiano. Ihre letzten Worte sind ein Dank: „Gelobt seist du, Herr, der du mich erschaffen hast!“
An ihrer Beerdigung nehmen unübersehbare Menschenmengen teil und schon zwei Jahre nach ihrem Tod erklärt Papst Alexander IV. sie für heilig.
Klara - diese selbstbewusste Frau - vertraut einerseits ihrer inneren geistlichen Einsicht, aus der heraus sie um die Eindeutigkeit ihres persönlichen Weges weiß,
andererseits lässt sie sich auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Kirche und ihren Verantwortungsträgem ein.
Klara geht ih­ren Weg, aber sie geht ihn im Hören und in einer solidarischen Einbindung in die Kirche. Sie lässt sich auch auf die ihr vorgesetzten Regeln ein,
aber sie traut dem Geist Gottes zu, dass er in einem langen Prozess zum Ziel fuhrt. 
Es ist eigenartig, dass Klara trotz ihres ständigen Protestes und Widerstandes ge­rade in kirchlichen Kreisen ein so hohes Ansehen genoss. Nie wurde die Lauterkeit ihrer Person und ihrer Ziele in Frage gestellt.
Und dies gilt eben auch in der Beziehung zu Franziskus. Die beiden waren auf vielen Ebenen eng miteinander verbunden. Eine wirkliche Beziehung in Form einer Partnerschaft hatten sie jedoch nicht.
Viele Quellen beschreiben ihr Verhältnis eher als das zwischen guten Freunden oder zwischen zwei Geschwistern, doch auch das trifft es sicher nicht ganz.
Vielleicht trifft am besten, was so formuliert wurde: Sie waren zwei Gefährten, die in die gleiche Richtung schauten und auf das gleiche Ziel zugingen.
Sie teilten ihren Lebensweg und gingen so weite Strecken gemeinsam, wobei sie sich gegenseitig ergänzten und unterstützten.
Einmal wurden die beiden mit zwei Augen verglichen, die als Paar gemeinsam in die gleiche Richtung schauen.
Beide sehen das gleiche, doch nur gemeinsam können sie das Bild plastisch darstellen, da jeder einen etwas anderen Blickwinkel hat.
Gemeinsam konnten sie sich immer wieder zurück auf den Boden holen, wenn sie zu sehr in eine Richtung abzudriften drohten.
Oder um es mit einem Zitat zu sagen, das vom Dichter des > kleinen Prinzen< überliefert ist: Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt. Im Blick auf Jesus und seine Frohe Botschaft gemeinsam und miteinander unterwegs - im Vertrauen darauf, dass er hilft Kirche zu bauen, wenn jede und jeder seine Talente einbringt
und sich dessen bewusst sein, dass Kampf und Kontemplation zusammengehören oder noch einmal anders formuliert, mit Jesus im Herzen am Reich Gottes in der Welt bauen.
Aus dem Testament der Hl. Klara - in freier Übertragung – ist folgendes Gebet überliefert: 
Glorreicher Gott, wir sagen Dir größten Dank für die verschiedenen Gnadengaben, die wir von Dir, unserem freigebigen Spender, dem Vater der Erbarmungen, empfangen haben und noch täglich empfangen.Besonderen Dank sagen wir Dir für unsere Berufung, denn sie ist groß: Jesus selbst, Dein Sohn, ist unser Weg geworden.
Herr, Du hast uns aufgestellt als Beispiel und Spiegel füreinander und für die Menschen, die uns in der Welt begegnen. Aufgabe unseres Lebens ist,
dass Menschen sich spiegeln können in uns und selbst werden zu Spiegeln und Beispielen für andere.
Groß ist diese Berufung, Herr, und so preisen wir Dich mit großem Lob. Wir bitten Dich um die Kraft, dass wir das Gute, das wir tun sollen, auch tun können.

  Stephan Hartmann, Pfarrer

 

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besondere Einladung zum besonderen Gottesdienst:

Am 11. August um 19.00 Uhr sind Männer, die eine Operation überstanden haben oder davor stehen 
zu einem Männergottesdienst eingeladen:.

Diese Wortgottesfeier ist nicht nur für eine besondere Zielgruppe, sondern auch an ein einem besonderen Ort:
Brunnenbau im Kurpark Bad Bocklet.