Gott macht es uns vor, das Leben der Menschen zu teilen,  nahe am Menschen zu sein. Das ist Weihnachten. Das feiern wir heute.
Gott ist in die Welt gekommen. Er ist der Immanuel, der Gott mit uns. In Jesus ist Gott uns als Mensch begegnet.
Wo ist Gott? Das fragen sich viele - gerade auch in dieser Zeit, die unter dem Vorzeichen von Corona steht, aber auch oft genug sonst im Leben.
Vor einigen Jahren haben Jugendliche formuliert: Lieber Gott, komm bitte noch mal runter und schau dir den Laden selber an.
Heute dürfen wir feiern: Gott ist in die Welt gekommen, ER hat sich den Laden angeschaut.  Doch hat sich Jesus nicht einfach alles angeschaut.
Sicher hat Jesus nicht mit einem Zaubertrick die Welt verändert, er war und ist nicht der große Zampano, der uns etwas vorgaukelt. 
Doch hat Jesus Zeichen gesetzt, Handlungen getan, die Licht in vieler Dunkelheit brachte.
Seine Worte, ja die Worte der Bibel sind heute aktuell wie damals. Sie haben viel mit der Wirklichkeit des Lebens zu tun. 
Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht. -So hat der Prophet Jesaja Jahrhunderte davor geschrieben. 
Einem verängstigten Volk ist das zugesprochen. Die Trauer der Menschen wird ernst genommen. 
Die Angst und das Dunkel, die zu siegen scheinen, haben einfach nicht das letzte Wort. Es wird ein Retter angekündigt.
Auch heute gibt es Menschen, die im Dunkel leben, weil ein sich gegenseitiges Licht schenken, nicht möglich ist.
Es gilt, dieses mit den Mitmenschen auszuhalten, mit durch zustehen. Gott lebt mit uns. In Jesus Christus.
Wir können lamentieren über die Pandemie.
Doch Gott geht es um uns. Gott hat uns ein Beispiel gegeben. Jesus kam nicht mit Herrlichkeit, 
sondern Jesus kam ohnmächtig und hilflos in diese Welt. 
Gott kommt nicht in eine heile Welt, aber er kommt in die Welt. 
Und diese Botschaft zu leben, das können wir, weil wir Beschenkte sind. Gott kommt auch in mein Leben, mein ganz persönliches, mit meinen ganz persönlichen Freuden, mit meinen persönlichen Sorgen. Gott nimmt mich darin ernst. Gott lebt mein Leben mit mir.
Ich brauche es nicht allein, aus eigener Kraft zu bewältigen. 
Gott kommt in die Welt. Gott ist am Leben. Er ist uns nahe. 
Wir können dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.

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