Herzlich willkommen
auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft

 

 Lucia von Syrakus - Ökumenisches Heiligenlexikon

­­­­­

Ihr seid das Licht der Welt – dieses Wort Jesu können wir gerade auch in dieser adventlichen Zeit als Lebenswirklichkeit bestätigt sehen.
Die vier Kerzen des Adventskranzes könnten in diesem Jahr für jeweils eine Lichtgestalt stehen, die wir Heilige oder Heiliger nennen. Ich habe aus der Fülle der Heiligen in diesen Tagen vier ausgewählt und ich schlage vor, dass wir in diesem Jahr ihr Licht sozusagen nicht direkt an ihrem Gedenktag feiern, sondern sie auf die Sonntage verteilen. Aus dem Monat November dürfen wir mit der ersten Kerze an den Hl. Andreas denken.
Am 4. Dezember, bzw. am 2. Adventssonntag folgt dann die Hl. Barbara. Ihre Legende erzählt, dass sie während ihrer Gefangenschaft im Turm einen abgebrochenen Kirschbaumzweig aufstellte. In den letzten Tagen ihres Lebens fand sie Trost darin, dass der Zweig aufblühte und sie sagte: „Du schienst tot, aber bist aufgeblüht zu schönem Leben. So werde auch ich zu neuem, ewigen Leben aufblühen." 
Vom Hl. Bischof Nikolaus (6. Dezember) kennen wir das Kornwunder, durch das er die Bewohner von Myra vor dem sicheren Hungertod rettete. Diese und andere Legenden zeichnen ihn aus als jemanden, der Gottes Liebe zu den Menschen Hand und Fuß gab. Deshalb soll er heuer am 4. Advent im Mittelpunkt stehen, kurz vor der Menschwerdung der Liebe Gottes in Jesus.
Und dann die Heilige, die ich sozusagen für uns als Monatsheilige ausgewählt habe: Die Hl. Lucia, deren Fest die Kirche am 13. Dezember feiert, der in diesem Jahr der 3. Advent ist. Wie so oft im Blick auf die Heiligen gilt auch im Schauen auf die Hl. Lucia: Legenden gibt es viele - historisch belegt ist nur sehr wenig. Als gesichert gilt der Geburtsort von Lucia, die als Tochter eines reichen Kaufmanns um 286 n. Chr. in Syrakus (heute Siracusa) auf Sizilien auf die Welt kam. Lucia lernte schnell Verantwortung zu übernehmen. Nachdem der Vater gestorben und ihre Mutter krank geworden war, machte Lucia mit ihr eine Wallfahrt nach Catania zum Grab der heiligen Agathe, um die Schutzpatronin um Hilfe zu bitten. Die Mutter wurde gesund und erlaubte der Tochter daraufhin, die geplante Hochzeit mit ihrem heidnischen Verlobten abzusagen um ihr Leben ganz Jesus zu widmen. Daraufhin schenkte Lucia ihre Aussteuer den Armen. Mit der Absage der Heirat besiegelte die junge Frau unwissend ihr Schicksal als Märtyrerin: Ihr Verlobter verriet sie aus Zorn an den Präfekten, der sie dann als Christin den Märtyrertod sterben lässt. Es gibt zahlreiche widersprüchliche Überlieferungen von Lucias Marterqualen.  Eine besagt, dass Lucia von einem Ochsenkarren zu Tode geschleift werden sollte. Doch alle Quellen sind sich einig, dass die Tiere sich nicht von der Stelle rührten und auch aus Menschenkraft ließ sich der Wagen nicht ziehen. Selbst heißes Öl, das über Lucia auf Befehl des Richters gegossen wurde, konnte ihr nichts anhaben. Und auch das Ausreißen ihrer Augen überlebte die Jungfrau. Schließlich starb Lucia um 304 oder 310 nach Christus an einem Schwertstich in den Hals. Ein wichtiger Moment in der Legende ist auch, dass sie in dieser Zeit der Christenverfolgung die aktuell Verfolgten in ihren Verstecken mit Lebensmitteln versorgt hat. Um ihre Hände dafür frei zu haben, habe sie in der Enge und Dunkelheit der Katakomben einen Lichterkranz auf dem Kopf getragen. Obwohl Lucia als frühchristliche Märtyrin auf Sizilien lebte und starb, wurde sie später vor allem im hohen Norden, in Schweden verehrt, in der die Nächte noch länger sind. Der Grund lag zum einen in diesem Verhalten, aber mehr noch in ihrem Namen. Der Name „Lucia“ bedeutet „Licht“. Und der 13. Dezember - der Lucia-Tag war vor der Kalenderreform der dunkelste Tag des Jahres. Man feierte an Lucias Festtag also die „Wiederkehr des Lichtes“. Die Hl. Lucia ist damit wortwörtlich eine „Lichtgestalt“ in der dunklen Jahreszeit und lädt uns damit ein, über >Licht< etwas nachzudenken.
Ein weiteres Wort Jesu möchte ich gleichsam ins Spiel bringen: Wer mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben ( Joh.8,12). Und dieses Licht der Welt, das Jesus ist, wie wir es auch an Weihnachten feiern, schenkt uns dieses Licht. Dieses Licht des Gottvertrauens, das mir helfen kann gegen alle negativen Erfahrungen, gegen alle Rätsel und Ungereimtheiten in meinem Leben, gegen all das Dunkle, in das ich gestellt bin, mir einen Licht-Blick zu bewahren. Dieses Licht, das mir ein Vertrauen schenkt, weil ich mein Lebenshaus auf das Fundament bauen kann, das wir Gott nennen, den verlässlichen, liebenden Gott. Gerade leben wir in einer Zeit, die uns oft genug in einen dunklen Keller stellt. In so mancher Nacht des Lebens geht mir dieses Licht auch aus. Dann fühle ich das Dunkle in mir und um mich herum ganz deutlich. Wenn dann einer neben mir so optimistisch von seinen hellen, glücklichen Erfahrungen erzählt, erlebe ich mich ganz klein und werde immer trauriger. Ich sage mir dann in meinem Innersten: „Du hast gut reden! Wenn du wüsstest, wie düster es in mir aussieht!“ Hilfreich ist für mich da eher das Zeugnis einer Heiligen wie der heiligen Lucia. Sie kann auch in mein Leben das Licht tragen, weil ihre Geschichte so ist, wie es die Legenden erzählen, die damit Menschen bestärkt haben. Sie hat an Jesus Christus den Weg ihres Lebens festgemacht! Er ist ihr selbst zum Licht und Weg geworden. Und so haben auch wir allen Grund, uns auf das Fest der Geburt Christi zu freuen. Er ist das wahre Licht der Welt. Er allein kann und wird all die Finsternis überwinden. Durch Ihn können die Menschen erleben, dass uns das Licht aus der Höhe besucht. Im Schauen auf die Hl. Lucia wünsche ich uns allen Menschen, die uns mit diesem Licht beschenken. Und ich ermuntere sie alle mit zu helfen, dass vielen Mitmenschen ein Licht aufgeht.

 

Stephan Hartmann, Pfarrer

Bild-Quelle: Ökumenisches Heiligen-Lexikon

Nachrichten

Adventskalender für Familien 2020

Der Duft nach Plätzchen, Tannennadeln und Zimt weht bald wieder durch Straßen und Häuser. Geschichten, Gedichte und Lieder lassen die Vorfreude aufs Christkind spüren. Adventskranz und Adventskalender begleiten auf dem Weg bis Weihnachten ...

Herzlichen Glückwunsch

  Herzlichen Glückwunsch sagen wir und wünschen auch für die Zukunft Gottes Segen .... Schwester Linhildis Metz, geboren in Katzenbach im Landkreis Bad Kissingen, ist ausgebildete Erzieherin. Zehn Jahre war sie in Hirschaid bei Bamberg im Kindergarten tätig. Anschließend wurde sie nach Rechtenbach (Landkreis Main-Spessart) versetzt, leitete 33 Jahre den Kindergarten, war 19 Jahre ...

Im Blick auf die Gottesdienste in der nächsten Zeit ...

Die momentanen Vorgaben unseres Bistums ...

­

A B S A G E !

Leider können coronabedingt am Sonntag, 06.12.2020 in Stangenroth und am 20.12.2020 in Burkardroth 

>Songs am Adventsabend< 
mit den "Rhönern Saxophönern" 

aufgrund der Vorschriften nicht stattfinden.