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der Pfarreiengemeinschaft

"Der Gute Hirte im Markt Burkardroth"

Anonymer Maler: Portrait, nach dem 1577 von Juan de la Miseria Narduch gemalten Porträt, 17. Jahrhundert

Zweimal Theresa in diesem Monat Oktober - 
am 1. Oktober feiert die Kirche die sogenannte kleine Theresa und dann am 15. Oktober Theresa von Avila. 
Für diesen Impuls lasse ich die Hl. Theresa von Avilia zu Wort kommen, weil viele ihrer Gedanken auch uns heute einen Anstoß zum Nachdenken geben können:

# Inneres Beten ist meiner Meinung nach nichts anderes als ein Verweilen bei einem Freund,
mit dem wir oft allein Zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir wissen, dass er uns liebt.

# Ich bin überzeugt, dass unser Herr niemals eine große Gnade verleiht,
ohne dass auch andere daran Anteil erhalten.

# Die wahre Sicherheit besteht darin, sich zu bemühen, auf dem Weg Gottes weit voranzukommen. Die Augen auf ihn! Und keine Angst, dass diese Sonne der Gerechtigkeit untergeht oder uns bei Nacht weitergehen lässt, wo wir uns verirren, es sei denn, wir verlassen ihn zuerst.

# Der Herr weilt in unserem Innern. Sprecht mit ihm wie mit einem Vater, einem Bruder und einem Herrn, einmal auf diese, dann auf jene Weise;
 er wird euch schon beibringen, was ihr zu tun habt, um ihm zu gefallen.

# Richtet die Augen auf den Gekreuzigten und alles wird euch leicht werden. 
Wenn ich Gottes Liebe, die er zu mir hatte, betrachtete, fasste ich wieder Mut.

# Unser Herr fragt nicht so sehr nach der Bedeutsamkeit unserer Tätigkeiten, als vielmehr nach der Liebe, mit der wir sie verrichten. 
Die Liebe, die ER für uns hegt, ist so groß, dass er als Lohn für die Liebe, die wir dem Nächsten entgegenbringen, auch die zu IHM tausendfach wachsen lässt; 
daran kann ich nicht zweifeln.

# Mögest du in Zufriedenheit wissen, dass du ein Kind Gottes bist. 
Lass diese Gewissheit mit tiefen Atemzügen bis in deine Knochen dringen und dort ihren Platz finden und erlaube deiner Seele die Freiheit zu singen, zu tanzen, zu loben und preisen und zu lieben. 
All dies ist da für jeden und jede von uns.

Wer ist diese Frau, die mit ihren Überzeugungen über 500 Jahre aktuell geblieben ist, und die auch konsequenterweise von Papst Paul VI als erste Frau 1970 den Titel >Kirchenlehrerin< verliehen bekommt.  Am 28. März 1515, wird die Heilige Teresa in Ávila geboren. Im Alter von 20 Jahren entschließt sie sich nach eigener Aussage aus Angst vor der Ehe und der damit verbundenen Diskriminierung der Frau und aus Angst vor der Hölle zum Eintritt in den Orden der Karmelitinnen im Menschwerdungskloster in Ávila. Das ist der Beginn ihres Lebensweges als Ordensfrau, auf dem sie damals die Kirche und das Ordensleben reformiert oft genug auch gegen die Kirchenobrigkeit. Ein Schlaglicht kann sein, was 1565 der Dominikaner Pedro Ibanez feststellt, der Theresa im Auftrag der Inquisition geprüft hat.
Er urteilt: „Gott hat dieser Frau einen so starken Mut gegeben, dass es einen erstaunt. Zuerst war sie ängstlich, jetzt ist sie über alle bösen Geister erhaben. Von allen typisch weiblichen Kindereien ist sie weit entfernt. Sie ist äußerst geradlinig.“ Schritt für Schritt gewinnt Teresa immer tieferes Vertrauen in ihre mystischen Wahrnehmungen. Sie erkennt: „Wer Gott sucht, braucht keine Flügel.
Er soll nur still in sein Inneres schauen. Dort wird er ihn finden. Das Innere des Menschen ist wie ein Kristall, in dessen Mitte Gott wie eine alles durchdringende Sonne wohnt. Das Tun des Menschen wird nicht wirksam, wenn seine Taten nicht aus dieser Mitte stammen. Auf der Rückreise von ihrer letzten Klostergründung in Burgos, als sie zur Herzogin von Alba geschickt wurde um ihr dort bei der Geburt ihres Kindes beizustehen, kam sie dort schon schwer erkrankt an. Nach zwei Wochen starb sie am 4. Okt. 1582. ( durch die Kalenderreform ist dies heute der 15. Okt. ). 
Im Jahr 1614, nur 32 Jahre nach ihrem Tod, wurde Teresa seliggesprochen, 1622 heiliggesprochen. 
Und zum Abschluss noch einmal die Heilige mit ihrem vielleicht bekanntesten Impuls:

# Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles vergeht – Gott ändert sich nicht.
Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt, dem mangelt nichts. Gott allein genügt.

Stephan Hartmann, Pfarrer

Bild -Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon.

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