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der Pfarreiengemeinschaft

"Der Gute Hirte im Markt Burkardroth"

IMG 9231In vielen Kirchen begegnet er uns. Oft wird er auch angerufen, der Heilige, auf den wir im Juni unseren Blick lenken.
Der heilige Antonius. Durch die Geschichte hindurch hatte er einen besonderen Ruf. 
Der Franziskaner Antonius von Paduawurde zeitweise sogar mehr verehrt als etwa der Gründer seines eigenen Ordens, Franz von Assisi.
Schon elf Monate nach seinem Tod wurde Antonius nach dem schnellsten Heiligsprechungsprozess der Geschichte zur Ehren der Altäre erhoben.

Der heilige Antonius, der Kirchenpatron von Gefäll, wird zum Wiederfinden verlorener Sachen angerufen.
Die Legende dazu besagt, dass ein Novize, der den Orden verlassen wollte, als "Erinnerungsstück" den Psalter des Antonius stahl.
Auf dem Weg aus Padua habe er eine schreckliche Erscheinung gesehen und daraufhin das Buch zurückgebracht.
Kurz etwas zu seiner Lebensgeschichte: 
Als Fernandez Martins de Bulhoes wurde Antonius von Padua in Lissabon geboren, wahrscheinlich um das Jahr 1195.
Er stammte aus einer reichen Adelsfamilie und bekam eine gute religiöse Ausbildung bevor er 1212 den Augustiner-Chorherren beitrat.
Als junger Priester war er im Jahr 1220 tief beeindruckt von dem Glaubenszeugnis von fünf in Marokko ermordeten Franziskanermissionaren.
Noch im selben Jahr wurde er Franziskaner, nahm den Namen Antonius an – nach dem Wüstenvater und Einsiedler – und brach nach Marokko auf.
In Afrika erkranke er jedoch so schwer, dass er monatelang ans Bett gefesselt war
und schließlich unverrichteter Dinge nach Europa zurückkehren musste. 
So gelangte er nach Assisi, wo gerade das zweite Generalkapitel seines Ordens tagte. 
Hier konnte er endlich Franziskus persönlich kennenlernen.
Den Brüdern fiel die außergewöhnliche Redebegabung des Antonius auf und er wurde Prediger in Norditalien.
Bald war er so beliebt, dass die Kirchen überfüllt warenund er auf Wiesen und großen Plätzen predigen musste.
Er nutze anschauliche Bilder, um die Glaubenswahrheiten zu erklären und sprach in seinen hinreißenden Predigten allgemeine Mahnungen aus.
Franz von Assisi ernannte Antonius 1224 zum theologischen Lehrer der Franziskaner, wodurch es ihn für ein Jahr an die Universität von Bologna verschlug.  
Geschwächt und ausgezehrt ob seiner Aufgaben und Reisen zog er sich 1230 auf ein Landgut bei Padua zurück. 
Bei den Klosterfrauen von Arcella starb er am 13. Juni 1231 – gerade einmal 36 Jahre alt. 
Ich möchte das Stichwort, mit dem der Heilige verbunden wird, nämlich >Suchen< ozusagen in einen größeren Zusammenhang stellen.
Mir ist dazu ein Lied aus unserem Gotteslob eingefallen: Bei der Nr. 814 finden wir folgendes Lied: 
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst. 
1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz –sei da, sei uns nahe, Gott. 
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht –sei da, sei uns nahe, Gott. 
3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod –sei da, sei uns nahe, Gott. 
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich –sei da, sei uns nahe, Gott. 
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.  

Wir sind auf der Suche nach all diesem, was im Lied anklingt und gerade auch heuer können wir sagen und singen „In Sorge“, „in Schmerz“, „in Ohnmacht“, sind wir auf der Suche „um Heilung“, „um Zukunft“. 
Und da hilft uns auch wieder der Hl. Antonius, denn er zeigt uns den, der uns Heilung und Zukunft schenkt. Er zeigt uns das Jesus-Kind als den Gott, der einer von uns geworden ist,
damit wir in der Sehnsucht unseres Lebens nicht verloren und untergehen, sondern, bildlich gesprochen, den finden, der die Sehnsucht der Menschen erfüllt. 
Da dürfen wir uns gedanklich an den Advent erinnern, in dem wir diese Sehnsucht der Menschen besingen, die in der Geburt Jesu Erfüllung findet.
Gott liebt die Welt. Er will sie retten.Das verkünden wir in der Menschwerdung Gottes. 
Um noch ein anderes Lied sozusagen erklingen zu lassen, eben ein adventliches (GL 221): 
Kündet allen in der Not, fasset Mut und habt Vertrauen - allen Menschen wird zuteil Gottes Heil. 
Gott will und wird das Sehnen nach Frieden und Freiheit und Ganzsein stillen, er will den Menschen sein Heil schenken, weil er die Welt liebt.
Und dabei schauen wir nicht auf einen strahlenden Helden, sondern auf ein kleines Kind. 
Jesus ist nicht der Messias wie in die Juden erwartet haben, der Himmelsbote, der politische Befreiung schenkt, der zweite David, der das jüdische Großreich wieder herstellt, sondern der Menschen-Sohn. Einer von uns - der all das kennt, was wir auch im Leben suchen und der es versteht, den Menschen in ihrer Suche beizustehen und sie das finden lässt, wonach sie auf der Suche sind. 
Und Antonius zeigt uns diesen Menschen-Sohn, damit wir den vor Augen haben, der auch mit uns durch das Leben geht und uns Zukunft eröffnet. 
Weil aller guten Dinge drei sind, möchte ich noch ein drittes Lied uns als „Ohrwurm“ anbieten: 
Meine Hoffnung und meine Freude - Christus meine Zuversicht ( GL 365). 
Bei allem Suchen - finden wir die Antwort in dem, den der Hl. Antonius uns zeigt. 
Selbst in der > Warum-Frage < finden wir den, der diese Frage mit uns stellt und mit uns aushält und uns nahe ist als der, der uns die Tür in die Geborgenheit Gottes öffnet.  

Stephan Hartmann, Dekan

 

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