Herzlich willkommen in der

Pfarreiengemeinschaft Heiliges Kreuz Bad Bocklet und Pfarreiengemeinschaft der Gute Hirte im Markt Burkardroth

mit den Pfarreien Bad Bocklet,  Aschach mit Filiale Großenbrach und Steinach - dazu gehören kirchlich Hohn, Roth und Nickersfelden und die Pfarrei Windheim und mit den Pfarreien Burkardroth, Gefäll, Katzenbach, Lauter, Oehrberg, Premich, Stangenroth, Stralsbach, Waldfenster.

 Junge_Saat.jpegIm Blick auf den Monat Juni fällt mir ein Lied ein, das in unserem Gotteslob steht und nicht so oft gesungen wird, obwohl es für uns eine sehr wichtige Botschaft hat:

Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut.
Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn.
Lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin.
(GL 465)

Über das Wachsen auf Gott hin, auf das Wachsen des Reiches Gottes nachzudenken, dazu lädt uns das Evangelium ein, das uns am 16. Juni im Gottesdienst als frohe Botschaft verkündet wird.

Aus dem Markus-Evangelium (Mk.4, 26-29) hören wir:
Jesus erklärte weiter: Gottes Reich kann man vergleichen mit einem Bauern und der Saat, die er auf sein Feld gesät hat. Nach getaner Arbeit legt er sich schlafen, steht wieder auf, und dies tagaus, tagein. Währenddessen wächst die Saat ohne sein Zutun heran. Ganz von selbst lässt die Erde die Frucht aufgehen: Zuerst kommt der Halm, dann die Ähre und schließlich als Frucht die Körner. Sobald aus der Saat das reife Getreide geworden ist, lässt der Bauer es abmähen, denn die Erntezeit ist da.

Und um noch ein drittes Beispiel zu benennen, welches mir hilft über Ruhe nachzudenken und über das Wissen, wir haben das Leben nicht in der Hand, fällt mir die Geschichte vom Hasen und dem Igel ein, die ich am Markttag in Burkardroth in der Bücherei vorlesen durfte: Der Hase, der der schnellste sein will, rennt sich am Ende die Lunge aus dem Leib und gewinnt doch nicht.

Wir dürfen uns Ruhe gönnen - für mich im Blick auf unsere Zeit eine sehr wichtige Botschaft für unser Leben und im Sinne von Jesus - für unser Leben in Fülle.
Wir dürfen uns Oasen der Ruhe gönnen, nicht nur da macht das Gleichnis der selbst-wachsenden Saat dies deutlich, der Ausgleich zwischen Schaffen und Ausruhen begegnet uns schon auf der ersten Seite der Bibel, der Tag der Ruhe ist Bestandteil der Schöpfungsordnung.

Hektik, Ungeduld und Zeitnot scheinen die Kennzeichen unserer heutigen Zeit zu sein, und obwohl nicht nur die Bibel davon spricht, dass wir Ruhepausen brauchen, scheint diese Lebensweisheit unterzugehen.

Der Blick ins Leben lehrt uns immer wieder neu, dass wir nicht alles machen können, dieses Wissen zu akzeptieren, fällt uns aber sehr schwer. Erfolg nicht herbeizwingen können, eigene Ohnmacht aushalten, manchmal Rückschläge erfahren...all dieses kennen wir. Damit zu leben, das können wir leichter, wenn wir mit Gott rechnen, um es mit dem Lied zu sagen, wenn wir mit seiner Nähe leben, wenn wir sein Wort ergreifen, wenn wir im Blick auf das Evangelium geduldig etwas wachsen lassen, wenn wir mit der Moral der Geschichte vom Hase und dem Igel uns sagen lassen, wir können nicht immer gewinnen. weil das Leben kein sportlicher Wettkampf ist und selbst im Sport müsste die Einstellung heißen: Dabei sein ist alles ….

Ich wünsche uns allen, dass die Heilkraft, die uns Jesus durch eine solche Einstellung auf das Leben schenkt, wirkt und dass es uns gelingt als Kirche dieses Heilmittel der Welt zu schenken.

 

Stephan Hartmann, Dekan in Bad Kissingen
Bild: Friedbert Simon in Pfarrbriefservice.de

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