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Mt dem Himmel unterwegs ….
das wären wir gerne wieder am Fronleichnamsfest. Leider ist es Corona bedingt auch in diesem Jahr nicht möglich, aber Gedanken darüber können wir uns machen, was wir da eigentlich feiern.

Stangenroth 4Das Wort Fronleichnam lenkt so manchen auf die Spur, hier geht es um etwas, was mit Tod und Leiche zu tun hat. Im Blick auf einen Leichnam schauen wir in unserem Sprachgebrauch auf einen Verstorbenen.
Der Festname > Fronleichnam < stammt aber aus dem Mittelhochdeutschen und setzt sich aus >vron< (Herr) und >licham< (lebendiger Leib) zusammen. Mit dem Kreuzestod Jesu an Karfreitag oder seiner Auferstehung am Ostersonntag hat dieses Fest also keinen direkten Zusammenhang.

Wenn wir im liturgischen Kalender bleiben, dann feiern wir damit den Gründonnerstag, den Tag, an dem Jesus sich im Brot und Wein an die Seinen verschenkt und betont, dass diese äußeren Zeichen sein Leib und sein Blut sind. An diesem Abend in der Karwoche feiern wir die Einsetzung des Altarsakramentes. In jeder Eucharistiefeier, die somit eine Brücke in den Abendmahlsaal schlägt, feiern wir die leibliche Gegenwart Jesu in diesen Gaben, die aus der Natur genommen sind: Brot und Wein, Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit - wie es im Gebet heißt.

Eigentlich wäre wegen des Letzten Abendmahls der Gründonnerstag der geeignetste Zeitpunkt für Fronleichnam gewesen. Doch wegen der traurigen Karwoche, in der eine Prozession mit Lob- und Dankliedern nicht passt, wählte man den zweiten Donnerstag nach Pfingsten als Datum.
Da wird die bleibende Gegenwart Christi im Sakrament in festlicher Freude gefeiert. Das geschieht mit zwei Schwerpunkten: Die Feier der Eucharistie in dem Gottesdienst und die anschließende Prozession, in der deutlich wird, Christi Gegenwart beschränkt sich nicht nur auf den Kirchenraum. Der Himmel, den er öffnet, er ist auch im Alltag zu finden.

Die Entstehung des Fronleichnamsfestes ist recht genau datiert: 
Der Überlieferung nach hatte eine junge Augustinernonne namens Juliana von Lüttich im Jahr 1209 eine Vision. Der Mond hatte einen Fleck, und dieser Fleck, so soll es Christus ihr erklärt haben, sei das im Kirchenkalender noch fehlende Fest zur Verehrung des Altarsakraments.
Schon 1246 wurde das Fest Fronleichnam in Lüttich zum ersten Mal gefeiert. Am 11. August 1264 erklärte Papst Urban IV. Fronleichnam zum offiziellen kirchlichen Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Zuvor war Urban Erzdiakon in Lüttich.

Mit dem Himmel unterwegs …. das bezieht sich aber nicht nur auf den Tragehimmel unter dem die Monstranz mit dem Leib Christi in der Hostie durch die Straßen getragen wird. Diese Prozession kann uns auch deutlich machen, dass der Himmel nicht nur etwas für die Ewigkeit ist, sondern dass es immer den Ort gibt, wo der Himmel die Erde berührt. Als Gemeinschaft, die wir miteinander unterwegs sind und mit unserem lebendigen Gott, der mitten unter uns ist, lassen wir etwas vom Himmel auf strahlen. Die Prozession kann so zum Zeichen des mit seinem Volk durch alle Bedrängnisse, Freuden und Zeiten wandernden Gottes werden.

Die Blumenteppiche, die mit viel Liebe und Zeit gelegt werden, zeigen auch in ihrer Buntheit, wie der Gott, der für uns da ist, das Leben blühen lässt. In Stangenroth gibt es noch den Gras-Teppich, der letztlich in seiner grünen Farbe deutlich macht, wir können den Weg der Hoffnung gehen, weil Gott mit uns geht und uns immer Momente des Himmels schenkt.
Auf unserem Weg gehen wir mit dem, der aus Liebe zu uns den Himmel verließ, der den Zeitgenossen den Himmel auf die Erde holte, weil er sich als Heil-Spender zeigte, der Menschen einlädt diesen Weg zu gehen in der Gewissheit, du bist beauftragt, den Himmel zu den Menschen zu tragen.

Und da ist es für mich auch immer ein sehr schönes Zeichen, wenn dieses Fest sozusagen das ganze Dorf auf die Beine bringt. Von den Kindern über Vereinsmitglieder, über „besondere Tätigkeiten“ wie große Fahnen zu tragen oder Leuchter oder eben den Himmel, bis zu all denen, die mitgehen und sich des Himmels in ihrer Mitte vergewissern. Und darüber hinaus vielleicht auch den Anstoß erhalten, für viele himmlische Momente zu sorgen.

 Stephan Hartmann, Dekan

 

 

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