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"Der Gute Hirte im Markt Burkardroth"

https www.pfarrbriefservice.de sites default files atoms image 16474 272 ich bin die auferstehung 1 by martin manigatterer pfarrbriefserviceBild: pfarrbriefservice.de by martin manigatterer Im Heiligen-Kalender des Monats Juli taucht eine Heilige auf, die nicht zu den großen Heiligen gehört, obwohl es eine biblische Persönlichkeit ist und die im Grunde eine ganz wichtige Rolle spielt.
Die heilige Martha ist gemeint, deren Gedenktag die Kirche am 29. Juli feiert. Martha lebte mit ihren Geschwistern in Betanien und begegnet uns in zwei Evangelien.
Zum einen berichtet der Evangelist Lukas von ihr. Es ist die Geschichte, bei der alle Hausfrauen ihre Zweifel haben, ob Jesus das Leben so wirklich kennt. 
Ich denke die Geschichte ist vertraut: Jesus kehrt bei seiner Reise nach Jerusalem im Haus der Schwestern ein. Und Martha übernimmt sofort die Rolle als gute Gastgeberin.
Sie arbeitet in der Küche, damit Jesus etwas zu essen bekommt. Ihre Schwester Maria lässt sie bei dieser Arbeit allein. Maria setzt sich zu Jesus und hört ihm zu.
Und als Martha sich darüber beklagt, dass sie alleine am Werkeln ist, bekommt sie auch noch eine Abfuhr von Jesus, da er Maria lobt, weil sie bei ihm sitzt und seinen Worten lauscht. (Lk 10,38-42)
Viel ist über diese biblische Szene nachgedacht worden. Um es mit Begriffen des geistlichen Lebens zu sagen: Martha und Maria verkörpern die zwei Grundhaltungen:
aktives Leben und kontemplatives Leben oder benediktinisch: Ora et Labora - Bete und Arbeite oder Kampf und Kontemplation. 
Ein anderes Verständnis der Martha Geschichte ist mit der Zeit verloren gegangen: Meister Eckhard, der berühmte Mystiker des Mittelalters, sieht diese Geschichte mit einem anderen Blick.
Um 13oo deutet er in einer Predigt vor Frauen die Stelle überraschend marthafreundlich. Mag sein, dass er sie sehr frei auslegt, der Geschichte eine ganz andere Sinnspitze gibt.
Meister Eckhard sagt also, dass die Aussage Jesu: „Eins aber ist notwendig. Maria hat das gute Teil erwählt, und das soll ihr nicht weggenommen werden”,
dass dieser Satz ganz persönlich für Maria gilt. Sie braucht das im Moment, das Zuhören, das Nur-da-sein. 
Martha ist für Eckhard die schon Vollkommenere, die das schon hinter sich hat, die schon viel vom Wort Gottes gehört hat und das jetzt auf ihre Weise umsetzt.
In aktive Arbeit. In ihrem Alltag. Also nicht Maria ist die Fortgeschrittenere, sondern die tatkräftige Martha. 
Dieses Verständnis von Martha passt auch besser zu dem Bild, das der Evangelist Johannes von Martha zeichnet.
In seiner Geschichte über die Auferweckung ihres Bruders Lazarus tritt sie sehr deutlich auf, fordert etwas von Jesus und zeigt sich trotz allem Elend als glaubensstark. 
Johannes berichtet, dass Jesus seinen Ort nicht sofort verlässt, als er die Nachricht von der schweren Krankheit seines Freundes Lazarus erhält. Lazarus stirbt und Jesus kommt anscheinend zu spät.
So kommt es zur Begegnung von Martha und Jesus. Selbstbewusst tritt Martha auf und das macht ihrem Namen auch alle Ehre, denn Martha heißt Herrin.
Als Martha hörte, dass Jesus sich dem Dorf näherte, ging sie ihm entgegen. Maria blieb im Haus.Martha sagte zu Jesus: „Herr, wenn du bei uns gewesen wärest, hätte mein Bruder nicht sterben müssen.
Aber ich weiß,dass Gott dir auch jetzt keine Bitte abschlägt.”

Mit einer Mischung aus Anklage und Glauben geht Martha auf Jesus zu. Und in diesem Gespräch zwischen Jesus mit Martha kommt es zu einem zentralen Bekenntnis im Blick auf Jesus:
„Dein Bruder wird auferstehen”,sagte Jesus zu ihr. „Ich weiß”,erwiderte sie,„am letzten Tag, wenn alle auferstehen,wird auch er ins Leben zurückkehren.”
Jesus sagte zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,wird leben auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird nie sterben.Glaubst du das?”Sie sagte zu ihm:
„Ja Herr, ich glaube, dass Du Christus bist, der Sohn Gottes,der in die Welt gekommen ist.”
So etwas sagt außer ihr nur Petrus. Und der Hauptmann unter dem Kreuz.
„Du bist Christus, du bist der Messias, du bist der Sohn Gottes.”
Martha ist die Zeugin für das, was Jesus bedeutet. Nur denkt man beim Stichwort Messias-Bekenntnis automatisch immer nur an Petrus. Kaum an Martha.
Dabei steht ihr mit gleichem Recht die gleiche Ehre zu. 
Johannes hat an Martha die Glaubensstärke darstellen wollen. Gerade ja auch Johannes als Evangelist bringt diese besondere Sicht ein, wenn wir auch an Maria von Magdala denken.
Frauen haben eigene Erfahrungen, aus der sie Gott erleben und seine Freiheit spüren. Vielleicht sind sie der Wirklichkeit des neuen Lebens, der Auferstehungswirklichkeit oft ein Stück näher als Männer.
Johannes spricht davon, dass Frauen hier einen Vorsprung haben: Frauen waren die ersten Zeugen der Auferstehung; Martha erfährt in der Lazarus-Geschichte als erste, dass Jesus selbst die Auferstehung ist.
Der Legende nach gelangte Martha mit ihren Geschwistern und Maria Magdalena im Jahr 48 nach Südfrankreich, wo sie ein Kloster errichtete, in dem sie bis zu ihrem Tod 30 Jahre später lebte.
Die örtliche Überlieferung verbindet mit dieser Legende den Beginn des Christentums in der Provence. 
Eine ganz wichtige biblische Person also, diese Martha. Leider wird sie eher mit dieser Hausfrauenrolle im Lukasevangelium in Verbindung gebracht als mit der Glaubenszeugin des Johannesevangeliums.
Martha ist eine eigenwillige Frau, die Jüngerin Jesu, die ihn als Hausfrau unterstützt, die mit ihm als Theologin über die Auferstehung spricht,
und die Heilige, die in Gemeinschaft mit der anderen großen Frau der österlichen Botschaft, Maria von Magdala, und ihren Geschwistern Kirche gründet. 
Vielleicht gerade in diesem Lebensmodell und Glaubensmodell eine Heilige für unsere Zeit. 
Kräftig zupackend - über den Glauben nachdenken und sprechen, diskutieren, und dort wo ich lebe, Kirche bilden.

 Stephan Hartmann, Pfarrer

 

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