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der Pfarreiengemeinschaft

"Der Gute Hirte im Markt Burkardroth"

Klaus von der Fl e r nikolaus flueEin Mann, der in kein Schema passt, begleitet uns durch den September, weil die Kirche am 25. September das Fest des Hl. Niklaus von der Flüe feiert.
Ein Mann, der nicht nur in kein Schema passt,  sondern der auch durch seine Lebensentscheidung Widerspruch hervor ruft.
Licht aus - Spot an - hieß es einmal in der Fernsehsendung, die vor Jahrzehnten lief. 
Richten wir also verschiedene Spot`s auf diesen Mann, der Bruder Klaus genannt wird: 
* Ehemann und Familienvater und dann Einsiedler 
* erfolgreicher Landwirt und dann Einsiedler 
* angesehener Bürger und dann Einsiedler 
* Gottsucher und er findet IHN in der Einsamkeit 
* Mit Gott auf DU und Helfer der Menschen

 Lebensdaten dieses Heiligen, der über die Zeit aktuell geblieben ist, gerade auch durch seinen Lebensweg. 
Er wurde im Jahr 1417 als Sohn einer wohlhabenden Bauersfamilie geboren. Im Alter von 29 Jahren heiratete er die 14-jährige Dorothea Wyss. Aus dieser Ehe gehen fünf Töchter und fünf Söhne hervor.
Niklaus, der für seinen Gerechtigkeitssinn bekannt war und dafür geschätzt wurde, übernahm deshalb auch wichtige öffentliche Ämter: Richter, Ratsherr, Ständerat und Vertreter seines Kantons Obwalden
bei der Tagsatzung der Eidgenossenschaft. 
Dieses Leben, das ja ausgefüllt war, erfüllte ihn aber nicht, in ihm lebte eine Sehnsucht nach einem ganz anderen Leben. 
Im Jahr 1465 geriet er in eine tiefe Lebens- und Sinnkrise. Diese hatte zur Folge, dass er alle offiziellen Ämter niederlegte. Von Kindesbeinen an war er gewohnt Gott in seine Überlegungen mit einzubeziehen.
Und in seiner Zwiesprache mit Gott hörte er den Ruf Gottes an ihn, seinem bisherigen Leben Ade zu sagen und sich auf einen ganz neuen Weg zu begeben. 
Und so macht er sich im Oktober 1467 im wahrsten Sinn des Wortes auf den Weg und zieht als Pilger in die Fremde. 
Seine Ehefrau Dorothea stimmte diesem neuen Weg ihres Mannes zu und nähte ihm ein Büßergewand, das er beim Abschied trug. 
Auf diesem Pilgerweg hat Bruder Klaus immer wieder Visionen. 
Diese bewegen ihn umzukehren, aber nicht zurück zu seiner Familie, sondern er lässt sich im nahegelegenen Ranft, einer kleinen Schlucht bei Flüeli, nieder.
Freunde und Familie bauen ihm dort eine kleine Kapelle und eine Klause. 
Bruder Klaus hat den Ort gefunden, an dem er die Begegnung mit Gott leben kann. Seine innere Sehnsucht ist erfüllt. In einem seiner Gebete ist dies so formuliert:   
Mein Herr und mein Gott, nimm alles mir, was mich hindert zu dir. 
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir. 
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.  
Gott und er sind so eins, dass Bruder Klaus noch nicht einmal Nahrung braucht. 
Durch eine Kommission, die dies prüft, wird festgestellt, dass er in den 20 Jahren bis zu seinem Tod keine Nahrung mehr zu sich nahm – außer der heiligen Kommunion. 
Mit Gott allein zu sein und zu wissen Gott allein genügt, bedeutet aber nicht die Menschen zu vergessen: Bruder Klaus wird zum Ratgeber für viele Menschen. 
Den Ratsuchenden gab er aber nicht kluge Ratschläge, sondern bot Hilfe zur Selbsthilfe, riet zur Eigenverantwortung und zum Mut zu sich selbst. 
Gerade weil er sich als Person nicht wichtig nahm und sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellte, wurde er für viele Menschen wichtig und war fähig, mit ganzer Aufmerksamkeit auf sie einzugehen.
Bruder Klaus zeigte sich als Ratgeber, der wissend, geerdet und wohlwollend ist. Lebensnah sind seine Impulse für den, der bei ihm Rat sucht. 
Und er ist nicht nur Ratgeber, sondern auch ein Werkzeug des Friedens, den die Welt nicht geben kann, aber Gott. Mit ganzer Kraft setzte er sich für den Frieden ein aus der Überzeugung: 
"Fried ist allweg in Gott, denn Gott ist der Fried". 
Durch die Vermittlung von Bruder Klaus kam im Jahr 1481 der Friedensvertrag von Stans zustande. Dadurch wurde ein Bürgerkrieg der Eidgenossen verhindert. 
Bruder Klaus stirbt am 21. März 1487 und obwohl er schon zu Lebzeiten als „lebender Heiliger“ verehrt wird, dauert es fast 500 Jahre bis er 1947 von Papst Pius XII. heiliggesprochen wird. 
Bekannt von ihm ist auch das sogenannte Radbild: 1487 wird es von einem unbekannten Pilger als das Rad des Bruder Klaus von Flüe veröffentlicht mit folgender Erklärung von Bruder Klaus selbst:
Das ist mein Buch, darin ich lern und suche die Kunst dieser Lehre.   rad symbol 1024x1021
Bruder Klaus nennt das Rad die Figur, in der er das Wesen Gottes betrachte: 
Im mittelsten Punkt ist die ungeteilte Gottheit. Wie die drei Strahlen gehen die drei Personen 
von der einen Gottheit aus und haben umgriffen den Himmel und die ganze Welt.

 Ein Mann, der in kein Schema passt, der uns aber gerade deshalb auch anfragt, um es mit den Speichen des Rades zu beschreiben:
Wie ist meine Verbindung zu dem dreifaltigen Gott und wie werde ich aus der Mitte der Gottesbegegnung meinem Leben gerecht?
Wenn ich die drei Speichen, die nach innen gehen, einmal deute: Speiche 1 bin ich - Speiche 2 ist mein Gebetsleben - Speiche 3 ist mein aktives Dasein. 
Und um ein anderes Bild zu gebrauchen: Dieses Dreieck meines Lebens ist immer die Herausforderung. 
Es ist nie ein gleichseitiges Dreieck, weil es unterschiedliche Gewichtungen gibt. Aber nur die drei Speichen um auf das ursprüngliche Bild zurück zu kommen, halten mein Lebensrad am Laufen .
Ich mit meiner persönlichen Berufung, die im Gebet die Quelle findet und die mein Wasser als Lebenselixier für Andere zur Verfügung stellt.  

Stephan Hartmann, Dekan

 

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