Eingeladen zum Fest des Glaubens - so wird in einem neuen geistlichen Lied gesungen, das besingt, wie Jesus die Menschen einlädt, ihm zu folgen und selbst zu Boten von ihm zu werden. 

Eingeladen zum Fest des Glaubens, das sind wir auch heute, wenn wir zusammenkommen, um im gemeinsamen Gottesdienst der Einladung Jesu zu folgen.
In diesem Jahr möchten wir in unserem > Pastoralen Raum < einen Schwerpunkt auf die Gottesdienste legen, auch wenn wir Corona bedingt nicht so feiern können, wie wir es gerne tun würden.
Aber der Herausforderung, die uns durch diesen Virus aufgezwungen ist, wollen wir uns stellen, in dem wir auch die Vielfalt der gottesdienstlichen Formen betonen.
Es geht nicht nur um die Eucharistiefeier und die Wortgottesfeier, die uns ja vertraut sind, sondern auch darum andere liturgischen Formen anzubieten
und damit eine Vielfalt von >Festen des Glaubens< zu schaffen. 
Wir möchten sie einladen, sich selbst das Geschenk zu machen, wie es unser Pfarrvikar Pater Velangini MSFS formuliert, wenn er schreibt: 
Salesianisch leben heißt leben in der Gegenwart des liebenden Gottes, der für uns Mensch geworden ist, damit er uns Menschen ganz nahe sein kann. 
Die Gegenwart des liebenden Gottes können wir uns in der Liturgie bewusst machen. Wir fangen auch nicht sozusagen bei Null an, sondern wir kennen ja schon verschiedene Formen.
Andachten z.B oder auch die Feier von Kinder-Kirchen und bedingt durch Corona auch die Feier eines Hausgottesdienstes, um nur diese drei liturgischen Formen zu benennen.
Immer geht es darum, um wieder auf dieses oben genannte Lied zurück zu kehren, was in der zweiten Strophe besungen wird:
Und so kamen sie in Scharen, brachten ihre Kinder mit, ihre Kranken, auch die Alten, selbst die Lahmen hielten Schritt.
Von der Straße, aus der Gosse kamen Menschen ohne Zahl, und sie hungerten nach Liebe und nach Gottes
Freudenmahl. 
Was die Zeitgenossen Jesu erleben durften, das mag auch uns im wahrsten Sinn des Wortes bewegen, 
uns Orte und Zeiten zu schenken, in denen wir von Gottes Nähe berührt werden, weil es eine heilende Nähe ist, die uns hilft mit all dem, was uns im Alltag beschäftigt, zu recht zu kommen. 
Um das eine Bild der Strophe aufzugreifen - all die Ohnmacht, die wir im Leben spüren und die uns lähmt, können wir wandeln lassen. 
In einem anderen neuen geistlichen Lied ist es so ausgedrückt: 
Mein ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt, bringe ich vor DICH, wandle sie in Stärke... 
Verstehen sie sich als ... eingeladen zum Fest des Glaubens … in den vielfältigen Formen.
Im Monat Januar werden es neben den „klassischen Angeboten“ eher Impulse für einen Hausgottesdienst sein, aber wir hoffen, dass wir uns im Laufe des Jahres auch wieder gemeinsam treffen können,
um zu lernen, dass das Leben nicht vergehe, wie es in der dritten Strophe des Liedes heißt:

Eingeladen zum Fest des Glaubens.

Stephan Hartmann, Dekan

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