Heilige Messe mit Weihbischof Ulrich Boom – Am Mittwoch, den 09. Dezember 2015, erhielt der Altar der ehemaligen Klosterkirche von Frauenroth Reliquien der Heiligen Benedicta von Origny († 8. Oktober 362), des Heiligen Burkard (* 683; † 755 in Homburg am Main) und des Seligen Liborius Wagner (* 5. Dezember 1593 in Mühlhausen in Thüringen; † 9. Dezember 1631 in Schonungen).

 

 vergrößern Walter Kuhn

Im Verlauf einer feierlichen Heiligen Messe mit unserem Weihbischof Ulrich Boom erhielt der neue Altar der ehemaligen Klosterkirche von Frauenroth Reliquien der Hl. Benedicta, des Heiligen Burkard und des Seligen Liborius Wagner. Nach der aufwändigen Renovierung der Kirche, die mehr als 4 Jahre gedauert und sich bis ins Jahr 2013 hingezogen hatte, war die Einsetzung der Reliquien in den neuen Altar nun überfällig geworden. Denn nach alter Tradition der katholischen Kirche werden in jedem Altar Reliquien eines Heiligen aufbewahrt, um auf diese Weise anzuknüpfen an die frühchristliche Sitte, die Heiligen unter dem Altar einer Kirche beizusetzen.

Mit dem Sterbe- und Gedenktag des Seligen Liborius Wagner hatte man nun einen passenden Tag gefunden, um dem Altar von Frauenroth diese Würde zu verleihen. Am ersten Tag nach der Eröffnung des außerordentlichen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit war Weihbischof Ulrich fast direkt aus Rom nach Frauenroth gekommen, um die Reliquien-Einsetzung vorzunehmen. In Konzelebration mit Dekan Stephan Hartmann und unseren beiden indischen Patres und in Begleitung der beiden Diakone Michael Schlereth und Michael Sell feierte er die Heilige Messe. Die Musikkapelle Frauenroth wechselte sich ab mit der Orgel in der musikalischen Gestaltung der Feier.

In seiner Predigt verzichtete der Bischof auf das Mikrophon und kam zu den Gläubigen an die Bänke heran. Diese lauschten seinen Erläuterungen über die Bedeutung der nun in Frauenroth in Form von Reliquien beigesetzten Heiligen ebenso wie seinen frischen Erlebnisberichten aus Rom von der Öffnung der Heiligen Pforte durch Papst Franziskus.

Mit Hilfe von Konrad Wehner verschloss der Bischof wenig später das Reliquiarkästchen des Altars mit einer vergoldeten Platte.

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