Am vergangenen Sonntag, den 06. Mai 2018, also zum Auftakt der Bittwoche, erlebten Burkardroth und Frauenroth einen außergewöhnlichen Ansturm von Priestern, Patres, Klosterschwestern, Theologiestudenten und Gläubigen aus der gesamten Diözese Würzburg. Die Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ und das Ordensreferat der Diözese Würzburg hatten eingeladen zu einer Wallfahrt von Burkardroth nach Frauenroth und zum anschließenden Gottesdienst in der ehemaligen Klosterkirche. Das Anliegen von Organisatoren und Teilnehmern war es, ihre eigene Berufungen zu stärken und für Berufungen von begeisterten Christen zu beten.

Dieser Einladung waren ca. 150 Personen gefolgt. Ein Reisebus hatte etwa die Hälfte der TeilnehmerInnen aus Würzburg in die Vorrhön in die Pfarreiengemeinschaft „Der Gute Hirte im Markt Burkardroth“ gebracht. Nach einer kleinen Stärkung im Pfarrsaal Burkardroth wurde die Wallfahrt in der Pfarrkirche „St. Petrus in Ketten“ von Domvikar Paul Weismantel eröffnet. Der Leiter des Päpstlichen Werks für geistliche Berufe und Spiritual am Bischöflichen Priesterseminar begrüßte zunächst die Gläubigen aus nah und fern und stimmte sie ein auf die bevorstehende kleine Wallfahrt in den Nachbarort Frauenroth. Die Aufgabe von Dekan Stephan Hartmann war es dann, die beiden Kirchen von Burkardroth und Frauenroth vorzustellen und er tat dies, indem er die jeweiligen Kirchenpatrone (Hl. Petrus in Burkardroth und Hl. Blasius in Frauenroth) in Verbindung brachte mit den Anliegen der Kirche von heute und den Gebetsanliegen der bevorstehenden Wallfahrt. 

Begleitet von Burkardröther Ministranten und musikalisch unterstützt von einheimischen Musikanten machten sich dann die Wallfahrer auf den Weg hinauf zum Mühlberg und auf diesem entlang hinüber nach Frauenroth. Immer wieder erklangen wunderschöne Lieder und bei beeindruckenden Texten der VorbeterInnen konnten die Teilnehmer bei herrlichem Wetter beten und meditieren sowie die aufblühende Natur und die sich ihnen bietenden Ausblicke auf Feuerberg und Kreuzberg genießen. 

Die Kirche des ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters von Frauenroth war bis auf den letzten Platz gefüllt, als dann 10 Priester und ein Diakon einzogen und eine festliche Eucharistiefeier konzelebrierten. In der vor ein paar Jahren wieder frisch renovierten romanischen Kirche erschallten aus kräftigen Kehlen gesungene moderne und traditionelle Kirchenlieder, die von der Empore her beeindruckend unterstützt wurden durch die Musikgruppe „Nur Mut“ aus Stralsbach.

In seiner Predigt betonte Paul Weismantel die Bedeutung der vielfältigen Berufungen, die es immer wieder ermöglichen, einen hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft der Kirche zu haben. 

Im Hof der Dorfgaststätte traf man sich im Anschluss an den Gottesdienst noch zum Verzehr einer leckeren Bratwurst, bevor wieder jeder seinen Heimweg in der Gewissheit antrat, dass dieses Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art positive Wirkungen haben wird auf den eigenen Glauben und auch auf den Glauben der Kirche allgemein.

 

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