Pfarrgemeinderatsvorsitzende Regina Kirchner und Pfarrer Stephan Hartmann verabschiedeten Agnes und Walter Knüttel in den "kirchlichen Ruhestand" .
"Alles hat seine Zeit" unter diesen Gedanken aus der Bibel stellte Regina Kirchner ihre Gedanken,
um den Beiden für die jahrzehntelange Tätigkeiten Dank zu sagen.
Es gibt eine Zeit um zu wirken und eine Zeit um das Wirken zu würdigen,
weil es auch eine Zeit gibt, in der fleißige Hände auch einmal mehr zur Ruhe kommen dürfen.
Agnes Knüttel übernahm im November 1989 das Schmücken der Kirche von ihrer Vorgängerin Rita Zehe
und für diese 30 Jahre Dienst-Zeit bedankte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende
im Namen der gesamten Pfarrei und den kirchlichen Gremien.
Kirchner hob besonders die Leidenschaft, Hingabe und das Engagement hervor, mit der Agnes Knüttel die Kirche geschmückt hat.
"Du hast dich um viele Belange gekümmert, sei es beim Blumenschmuck, Kirchenwäsche, Beschaffungen oder auch beim Aufräumen gewesen,
überall wurde mit angepackt, teilweise auch unbemerkt", so die Vorsitzende.
In all den Jahren sollte es aber nicht bei dieser Aufgabe bleiben:
Zusammen und mit Unterstützung ihres Ehegatten Walter Knüttel sorgte und kümmerte sie sich um Heizung, Dachboden und Glockenturm.
Und die beiden sorgten jährlich für den Auf- und Abbau des Erntedankaltares und der Erntedankkrone.
In der Adventszeit kümmerten sie sich auch darum, dass der Adventskranz, für den Walter Knüttel eigens eine Halterung gefertigt hatte,
sowie die beiden Christbäume im Altarraum auf- und wieder abgebaut wurden.
Außerdem übernahmen beide auch jahrelang die Bewirtung der alljährlich stattfindenden Pfarrversammlung in der Rhönfesthalle.
Das Ehepaar hatte auch die Initiative bei der Krippenrenovierung im Jahre 2007 ergriffen und diese maßgeblich vorangetrieben,
sowie 2010 die Innenrenovierung der Sakristei,
2011 die Wartung und Reinigung des Glockenturmes zuzüglich des Dachgeschosses, und diese Arbeiten tatkräftig unterstützt.
Pfarrer Hartmann schloss sich den Dankesworten an und stellte heraus, dass beide wertvolle Dienste, meist im Verborgenen geleistet hätten,
die nicht selbstverständlich seien. "Das Auge isst mit", sagte der Geistliche und meinte die verschiedensten, immer festlich geschmückten Blumenarrangements
im Kirchenjahr, die mitgeholfen haben, dass den Mitfeiernden im Gottesdienst noch mehr das Herz aufging.
Und so sah er auch die Arbeit von Walter Knüttel als Heizungsverantwortlicher, weil in einer warmen Kirche es schöner zu feiern ist.
Mit der PGR-Vorsitzenden überreichte er einen Gutschein und Geschenk sowie einen Blumenstrauß und den besten Wünschen für die Zukunft.
"Es hat uns immer Spaß gemacht", so das Resümee von Agnes Knüttel, "vor allem das Schmücken und Binden des Adventskranzes und der Christbäume,
dass ich immer zusammen mit Gisela Schultheis gemacht habe, hat mir große Freude bereitet, auch ihr gilt heute mein Dank", erklärte Knüttel rückblickend.
Dankbar ist sie auch, dass immer wieder finanzielle Mittel aus den Einnahmen der 750-Jahrfeier im Jahre 1992 der Kirche zur Verfügung gestellt wurden.
Symbolisch überreichte sie nach dem Gottesdienst ihre Kirchenschlüssel zurück an den "Hausherrn" Pfarrer Stephan Hartmann.
Für ihre Verdienste in der Pfarrei St. Sebastian - Stangenroth rund um die Kirche erhielt Agnes Knüttel bereits 2010
das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt.

 

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