Neues aus dem "Pastoralen Raum" – Ja, sicher das könnte British Broadcasting Corporation, also die englische Rundfunkanstalt, sein, aber was hätte es dann auf der Homepage unserer Pfarreiengemeinschaft zu suchen?Nein, es steht für Bad Bocklet - Burkardroth - Community und wird (vielleicht ein wenig scherzhaft) von den hauptamtlichen Seelsorgern der beiden Pfarreiengemeinschaften als Kürzel bei ihren gemeinsamen Sitzungen benutzt. Die beiden Pfarreiengemeinschaften „Heiliges Kreuz Bad Bocklet“ und „Der Gute Hirte im Markt Burkardroth“ werden wohl in naher Zukunft zu einem „Pastoralen Raum“ zusammengefasst. Die kirchlichen Planungen des Bistums Würzburg sehen dies vor in einer Zeit von ungefähr 10 – 12 Jahren, also vielleicht für das Jahr 2030.

Während die Seelsorger beider Pfarreiengemeinschaften bereits einige gemeinsame Sitzungen hinter sich haben, waren am 20. Oktober 2018 Mitglieder aller Pfarrgemeinderäte der in diesem Pastoralen Raum befindlichen Pfarreien in den kleinen Kursaal nach Bad Bocklet eingeladen, um sich gegenseitig kennen zu lernen und um bereits heute auszuloten, was evtl. schon in nächster Zeit an gemeinsamen Aktivitäten möglich sein könnte. 

Natürlich waren die Pfarrer der beiden PGs, Dekan Stephan Hartmann und Michael Kubatko, auch dabei, als unter der Leitung der zwei Moderatoren Dr. Christine Schrappe und Claus Schreiner aus Würzburg dieses gegenseitige „Beschnuppern“ stattfand. 

In einer Art Bestandsaufnahme führten sich die anwesenden Pfarrgemeinderäte vor Augen, dass eine Zusammenarbeit in einem solchen Pastoralen Raum schon wegen der immer geringer werdenden Zahlen von Priestern und Gläubigen angeraten sein wird. Allerdings sollte auch nichts über`s Knie gebrochen werden. Dass ein solches Zusammenwachsen Zeit benötigt, habe man ja schon in der eigenen Pfarreiengemeinschaft beobachten können. Und einige verwiesen auf die Erfahrungen in der Vergangenheit, die gezeigt hätten, dass nur was langsam wächst, eine ausreichende Stabilität bekomme. Natürlich wurden auch Bedenken darüber geäußert, dass die dann fehlende geographische Nähe das Zusammenwachsen erschweren würde. Man müsse zudem genau auf alles schauen und vor allem auf die betroffenen Menschen. 

Interessante Diskussionen ergaben sich darüber, welches Kirchenbild der Zukunft am besten die geänderten Bedürfnisse in der modernen Gesellschaft aufgreifen könnte. Ist es die Pfarrei als Anlaufstelle (einer bewirtschafteten Berghütte ähnlich) oder passt eher das Bild einer Brücke (mit stützendem Geländer an Wendepunkten des Lebens) oder doch besser das Symbol „Lagerfeuer“ (ein heißer Kern, dessen Ränder offen sind, das aber nach außen leuchtet, ein Feuer, an das man sich mal dazustellen und aufwärmen darf, bei dem man bleiben aber auch weggehen darf)? 

Und womit ließe sich das notwendige Zusammenarbeiten in größeren Räumen am besten vergleichen? Mit den Schulverbänden? Mit der Bildung von Spielgemeinschaften im Fußball? Oder eher mit der Situation der Feuerwehren in unserer Gegend, wo jedes Dorf zwar noch ihre Wehr und ihr Fahrzeug hat, aber die Spezialfahrzeuge in einem größeren Raum zur Verfügung gestellt werden? 

Gegen Ende der Veranstaltung wurden dann erste Schritte vorgeschlagen und vereinbart, wie die Zusammenarbeit angebahnt werden kann. Die Kommunikation zwischen den jeweiligen Verantwortlichen könnte anlaufen und stetig verbessert werden, Highlight-Veranstaltungen in der jeweils anderen Pfarreiengemeinschaft könnten im Pfarrbrief, in der Gottesdienstordnung und auf der Homepage veröffentlicht werden und zum Besuch eingeladen werden.

Und hier gleich mal ein erster kleiner Schritt: Die Homepage der Pfarreiengemeinschaft „Heiliges Kreuz Bad Bocklet“ erreicht man mit: https://www.pg-bad-bocklet.de

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